Nicht immer ist jede einzelne Übungseinheit (oder heißt es Session oder wie?) so erfolgreich. Oft ist es außerdem einfach nur die Wahrnehmung – während jeder eigentlich einen riesigen Schritt weiter gekommen ist, vergleicht jeder seine Erfahrungen beim Gitarre spielen lernen irgendwie ja allerdings immer auch mit dem, was jedermann schon kann. Menschen glauben und beurteilen eben alles in Relationen. Ich meine, wenn du einen extrem bepackten Menschen siehst, bist du erstmal beeindruckt. Wenn dann ein anderer hereinkommt, der einen ganzen Kopf größer und ganz viel muskolöser ist, wirkt der erste sofort richtig klein. So ist es ja auch bei Musikern. Man geht ja nicht einfach so mit Jimi Hendrix auf die Bühne. Nicht nur, weil der da gar keine Lust drauf hat, sondern ferner weil man sich daneben einfach nur schrecklich anhören würde. Mein neuster Song ist ‘Father and Son’ von Steffens Katze. Den hat Georg letztens mal herumgeschickt. Der Popsong ist richtig langweilig,
verstehe voll nicht, wieso das mal ein Hit werden konnte. Ich würde viel lieber die Titelmelodie von Crank oder so spielen. So etwas findet man natürlich wie immer nicht für Gitarre. Also aber wieder und wieder Nirvana oder so. Ich habe echt den Eindruck, dass nur Opis Gitarre spielen lernen wollen. Warum machen die Leute das nicht einfach in ihrer Jugend – oder sind die so doof, dass sie schon seit zig Jahren spielen und immer die gleichen Lieder? Das ist Krank. Mir scheint der Beste und einzig relevante Tipp zum Gitarre spielen lernen der zu sein: Think positive! Das hat zwar nichts direkt mit Gitarre spielen lernen zu tun, ist doch in allen Bereichen des Lebens wichtig. Zum Beispiel habe ich gerade gemerkt, dass ich viel besser und mit viel mehr Freude spiele und lerne, falls ich absolut sicher bin, dass es hervorragend wird. Unsicherheit ist einfach wirklich schlecht. Es ist viel besser, richtig daneben zu greifen – dann kann jedermann sich ja korrigieren und es beim
nächsten mal besser machen. Wer sich nie verspielt hat, hat noch nie geübt und kann höchstwahrscheinlich überhaupt nicht spielen. Und das war denke ich die Einsicht, die bei mir den Knoten zum Platzen gebracht hat.